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Festgeldzinsen

Worauf man bei den Festgeldzinsen achten sollte

Beim Festgeld ist es wie bei den meisten verzinslichen Geldanlagen so, dass die Rendite ausschließlich aus den Zinsen besteht, in diesem Fall demnach aus den Festgeldzinsen. Beim Vergleich der Angebote und auch generell sollte man bei den Festgeldzinsen Einiges beachten, denn keine Bank bietet heute nur einen einzigen Zinssatz im Bereich Festgeld an. Vielmehr ist es so, dass sich die Festgeldzinsen nach unterschiedlichen Kriterien richtet, welche den jeweiligen Zinssatz in die eine oder andere Richtung beeinflussen können. Zu diesen Kriterien zählen vor allem die Laufzeit der Festgeldanlage und auch der Anlagebetrag, den der Kunde auf dem Festgeldkonto gerne deponieren möchte. Bei manchen Banken spielt zudem auch die Bonität bzw. "Bekanntheit" des Kunden eine Rolle, wenn es um die detaillierte Festlegung des Zinssatzes geht. In Abhängigkeit von der gewählten Festlegedauer ist es bei den Festgeldzinsen fast ohne Ausnahme so, dass mit steigender Festlegedauer auch der Zinssatz steigt. Liegt der Zinssatz im Festgeldbereich zum Beispiel bei einer gewählten Anlagedauer von drei Monaten bei 1,20 Prozent, dann ist es durchaus möglich, dass der Zinssatz bei rund zwei Prozent liegt, wenn man sich für eine Laufzeit von zwei Jahren entscheidet. Ähnlich verhält es sich bei der Anlagesumme. Übertragen auf das Beispiel bekommt man so beispielsweise eine Verzinsung von 1,20 Prozent für einen Anlagebetrag von 10.000 Euro, während man für eine Anlagesumme von 100.000 Euro einen Zinssatz von zwei Prozent bekommen würde. Legt man unterjährig Festgeld an, so können auch die Zinseszinses mitunter zu berücksichtigen sein, falls die Zinsen unterjährig auf dem Festgeldkonto gutgeschrieben werden.

Die aktuellen Festgeldzinsen

Wie nahezu alle Zinsen im Anlage- und Finanzierungsbereich, so richten sich auch die Festgeldzinsen von der Grundtendenz her nach dem Leitzinssatz. Durch diese Tatsache lässt sich auch erklären, warum sich die Festgeldzinsen aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau befinden, denn auch der Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Seit rund zwei Jahren wurde der Leitzinssatz kontinuierlich gesenkt, sodass auch die Festgeldzinsen vom Zinssatz her stetig geringer wurden. Aktuell (September 2010) stellt sich die Situation bezüglich der Festgeldzinsen so dar, dass der Anleger zum Beispiel für eine Festlegedauer von drei Monaten kaum eine Verzinsung über 1,20 Prozent erhält. Nur bei einer Festlegedauer von drei Jahren oder mehr kommt man derzeit in einen Bereich, in dem man an die 3-Prozent Marke gelangen kann. Das beste Angebot liegt derzeit bei rund vier Prozent, allerdings für eine Festlegedauer von mindestens fünf Jahren. Sollte sich die Wirtschaft jedoch in der näheren Zukunft weiter erholen und schließlich der Leitzinssatz auch wieder einmal erhöht werden, so können Anleger dann auch von langsam wieder steigenden Festgeldzinsen ausgehen.

Die Festgeldzinsen im Vergleich

Trotz der angesprochenen Orientierung der Festgeldzinsen am Leitzinssatz und der Abhängigkeit von Laufzeit und Anlagesumme ist es natürlich so, dass der konkrete Zinssatz von jeder Bank nach den eigenen Kriterien festgelegt wird. Deshalb sollten Anleger die Festgeldzinsen im Vergleich zwischen den verschiedenen Anbietern betrachten. Wichtig bei einem solchen Zinsvergleich ist, dass man die eigenen Wünsche als Vorgaben in den Vergleichsrechner eingeben kann. So sollte man also zumindest die Anlagesumme und die Laufzeit vorgeben können, sodass die Festgeldzinsen auf Basis dieser Angaben verglichen werden können. Denn wie bereits kurz erwähnt kann es einen großen Unterschied ausmachen, ob man eine Laufzeit von drei Monaten oder drei Jahren bzw. eine Anlagesumme von 10.000 Euro oder von 100.000 Euro wählt. Insofern gilt es ein besonderes Augenmerk auf die Zinsstaffeln der Banken zu legen, denn hier sind die Zinssätze eben in Abhängigkeit von Laufzeit und Anlagesumme unterteilt. Mitunter bieten manche Banken übrigens auch für neue Kunden einen besonders guten Zinssatz an, wobei diese Vorgehensweise öfter im Bereich Tagesgeld als beim Festgeld anzutreffen ist.